Startseite | Politik | Nai hämmer gsait

Ein alter Satz aus den Zeiten des erfolgreichen Widerstands gegen das geplante Atomkraftwerk Wyhl lebt in Südbaden wieder auf - und in dialektischen Varianten in den restlichen Teilen der Republik.

Nai hämmer gsait: zu AKW-Laufzeitverlängerungen, der Kopfpauschale, dem sozial unausgewogenem Sparpaket, Stuttgart 21 - um nur einige aktuelle Projekte aus der politischen Realität Deutschlands zu nennen. Und immer wieder finden sich sogenannte Spitzenpolitiker, die offensichtlich über dem Willen einer Mehrheit stehen wollen. Die jeglichen Kontakt zur Basis bzw. dem Wähler und Bürger verloren haben. Sich teilweise sogar einbilden zu wissen, was der Bürger will oder für ihn gut sein soll.

Alle Macht geht vom Volke aus - ein durch unsere Verfassung geprägter Anspruch, wird von unseren gewählten Volksvertretern mitunter missbraucht - siehe den unangemessenen Polizeieinsatz gegen Schüler und Rentner bei einer Demo gegen Stuttgart 21. Dem Volk bleibt derzeit nichts anderes übrig, als massenhaft auf die Straße zu gehen und auf diesem Weg mehr Bürgerbeteiligung, sprich Volksentscheide einzufordern.

Kann das alles sein? Nai hämmer gsait! Es gibt noch weitere Möglichkeiten, denen da oben - sprich unsere gewählten Volksvertretern und Parteioberen in den verschiedenen Gliderungsebenen - Paroli zu bieten: Eintritt in die jeweilige Partei, welche eigene Gesinnung am ehesten widerspiegelt. Um in dieser aktiv zu werden und mit anderen Gleichgesinnten diese Partei von unten her durch alle Gliederungen hinweg zu verändern. Die Amts- und Mandatsträger nach und nach verdrängen, welche den Kontakt zur Basis und damit dem Bürger verloren haben bzw. die mit ihren Bastagewohnheiten die letzten Jahre agiert hatten.

Wenn diesen Weg nur annähernd so viele wählen, wie aktuell auf die Straßen gehen, dann kann dieser Weg sehr schnell funktionieren. Bleibt zu hoffen, dass der Deutsche sich weiter auf seine Weise in die Politik einmischt und seine eigene Politikverdrossenheit beiseite schiebt.

Nai hämmer gsait - das hat vor über 30 Jahren am Kaiserstuhl schon einmal funktioniert und wird auch heute wieder funktionieren! Ich für meinen Teil habe meinen SPD-Parteieintritt hinter mir, bin aktiv geworden, habe Verantwortung übernommen und fange gleichzeitig wieder an, auf die Straße zu gehen. Um anderen zu zeigen, dass es sich lohnt, Veränderung selbst zu leben und dafür einzutreten.


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