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The Place to be

Frühjahrsputz die Zweite

Tja, nun ist es raus und die Öffentlichkeit informiert. Ein eifriger Journalist der Badischen Zeitung hatte von meinem SPD-Austritt und dem damit verbundenen Rücktritt vom Vorsitz der Bötzinger SPD – über eine mir unbekannte Quelle – erfahren und wollte unbedingt ein Statement von mir. Den von diesem Journalisten veröffentlichten und vor allem hervorragend recherchierten Zeitungsartikel kann man unter http://www.badische-zeitung.de/boetzingen/brinkmanns-erbe-geht-von-bord finden.

Nach meinem erfolgten SPD-Austritt werde ich mir nun intensiv Gedanken über meine weitere politische Zukunft machen. Schön ist zum aktuellen Zeitpunkt, dass ich bei meinen zukünftigen Blogeinträgen keine Rücksicht mehr auf irgendwelche Parteiebenen der SPD nehmen muss – und bei Bedarf werde. Jedenfalls werde ich die neu gewonnene Zeit intensiv in diese Webseite investieren 🙂

Frühjahrsputz

Frühjahrsputz – eine Erfindung des “zivilisierten” Menschen, aber immer wieder eine Notwendigkeit. Sei es ein Aufräumen der eigenen Wohnung bzw des Hauses, ein Ausmisten der eigenen Lebenseinstellungen, Freunde, Tätigkeiten, Gewohnheiten – und ein Startsignal der Dinge, die nun in den Focus des weiteren Lebens rücken. In diesem Frühjahr auch für mich in verschiedenen Lebensbereichen eine Notwendigkeit. Nachdem die letzten Tage das längst überfällige Thema Fasnetszunft beendet wurde, stand heute der alljährliche Frühjahrsputz unseres Hofes an. Der Ort, der gerade in der warmen Jahreszeit der meistgenutzte Ort aller Hausbewohner ist. Der Winterdreck ist weg und eine gewissene Wohnlichkeit ist wieder eingekehrt (siehe die folgenden Bilder).

Fruehjahrsputz_Hof_2011_003.200 Fruehjahrsputz_Hof_2011_002.200
Fruehjahrsputz_Hof_2011_001.200 Fruehjahrsputz_Hof_2011_005.200

In politischer Hinsicht kann man zwar nicht von einem “Frühjahrsputz” reden, aber nach dem Ende des Landtagswahlkampfes steht nun das für dieses Jahr anstehende Hauptthema, sprich das 50-jährige Jubiläum der Bötzinger SPD auf der Tagesordnung. Organisation der verschiedensten Aktivitäten, allem voran der Mitte Mai stattfindende Jubiläumsempfang.

Man kann also sagen, ein teilweise mühsames bzw. aufregendes Verändern, gepaart mit beginnenden Aktivitäten – es wird ein interesantes Jahr 2011! Weiteres demnächst in diesem Blog 🙂

Närrisches aus dem Vereinsleben

Warum ich diesen Blogeintrag schreibe bzw. Details bestimmter Vorkomnisse veröffentliche? Nicht um abzurechnen, sondern eher zur Verarbeitung bzw. zur Veranschaulichung einzelnen Beteiligten gegenüber, was wirklich passiert ist. Doch von Anfang an.

Der Mensch Ralf Keßler ist dafür bekannt, Dinge anzustoßen, voran zu bringen, ggf. provokant auf die Spitze zu treiben. Im vorliegenden Fall musste ich leider alle benannten Eigenschaften zur Anwendung bringen. Auf dass ein Verein ohne Spaltung oder unnötiger Mitgliederaustritte überleben kann – ein Wunschtraum, wie sich zwischenzeitlich mit meinem eigenen Austritt erwiesen hat. Denn ob es um den in Frage kommenden Verein mitsamt seinem Innenleben wirklich zum Besten gestellt ist, sei meines Erachtens massiv in Frage gestellt.

Es darf berücksichtigt werden, dass ich nicht spalten, sondern einen möchte – auch wenn mein Vorgehen anderes vermuten lässt. Man muss halt manchmal ungewöhnlich härter auftreten, um dem Wohle des Ganzen zu entsprechen – oder aus reinem Selbstschutz.

Närrisches. Ein Vorstand – zugebener Maßen zum Wohle des Verein mit seiner Arbeit rund um den Verein vorbildlich engagiert – fast paranoid im Umgang mit den eigenen Daten im Internet. An und für sich nichts verwerfliches, aber in Verbindung mit bestimmten Impressumspflichten muss halt auch einmal das eigene Interesse zurückstehen. Vor allem, wenn man das Wohl des eigenen Vereins, sowie der ursprünglich vom Verein mit der Pflege der Vereinswebseite beauftragten Person – also ich – berücksichtigt. Dieser Vorstand war aber leider anderer Meinung, weswegen ich aus Selbstschutz meine Konsequenzen gezogen habe und vom Amt des Webmasters zurückgetreten bin. Offensichtlich hat dies bei dem Vorstand nichts bewegen können. Genauso wenig wie die bisherige Kritik am Führungsstil genau dieses Vorstandes. Nur was tun, ohne in den Verein einen Keil zu treiben. Aus falscher Rücksichtsnahme still bleiben kam nicht in Frage. Nach verschiedenen Gesprächen mit anderen Vereinsmitgliedern kam ich zu dem Schluss, dass die bevorstehende Generalversammlung mit anstehenden Vorstandswahlen ggf. die richtige Bühne für gesammelte Kritik sein würde.

Doch genau hier hatte ich die Rechnung ohne den Wirt, sprich ohne den Vorstand gemacht. Auf der vor der Generalversammlung stattfindenden Auskotzerversammlung (hier werden die während der abgelaufenen Fasnetskampagne Negativereignisse angesprochen und geklärt) lief der Vorstand mir bzw. meiner Lebensgefährtin gegenüber massiv unfair zur Hochform auf – nicht mit negativer bzw. konstruktiver Kritik, es wurde ein regelrechtes Strafgericht mit erheblichen “ausschlachten” selbst banalster Umstände abgehalten. So etwas haben weder ich noch meine Lebensgefährtin jemals in unserem Leben erleben dürfen, ja müssen. Ein Afront gegen jegliche Fairness und Respekt! Und wie war das Verhalten der Mehrzahl der anwesenden Vereinsmitglieder? Schweigen im Lande bzw. es entstand der Eindruck, dass diese Mitglieder verstanden haben: wer aufbegehrt, wird genauso behandelt. Es wurde ein Exempel statuiert. Einzelne ließen sich soweit beeindrucken, dass sie sogar ebenfalls gegen uns “geschossen” haben, sprich uns in den Rücken gefallen sind.

Aufgrund dieser beschriebenen unhaltbaren Umstände habe ich meinen sofortigen Austritt aus dem Verein erklärt. Dass man als für eine Vereinsgemeinschaft engagiertes Mitglied aufgrund dieses Engagements immer angreifbar ist, ist klar – dass es auch einmal heftiger werden kann, ebenfalls. Wenn aber Fairness und Respekt leiden, muss die Notbremse gezogen werden. Zukünftig werde ich sicherlich bei einem Vereinseintritt noch genauer hinschauen – sicher kann ich mir jedoch nie sein – weniger Engagement werde ich sicherlich nicht mitbringen. Dies wäre extrem kontraproduktiv.

Den Mitgliedern und dem (Noch)Vorstand des alten Vereins habe ich trotz aller Umstände verziehen und wünsche allen Beteiligten alles Gute für die weitere Zukunft – aber ohne mich (und meine Lebensgefährtin)! Das Erlebte reicht!

Erneuerungsprozess der SPD

Knapp 18 Monate sind nun seit der Bundestagswahl ins Land gezogen. Mit dem katastrophalen Wahlergebnis begann die dringend notwendige Erneuerung der SPD. Was ist seitdem passiert? Neben personellen Veränderungen sicherlich ein nicht unwesentliches Hineinhören in die Partei und in die Bevölkerung. Inhaltliche Neuausrichtung und Korrekturen gemachter Politik wurden angegangen. Doch ist das alles genug? Ich meine nein!

Die SPD muß zu ihren Wurzeln zurückfinden und dort auch bleiben, damit die wartenden Menschen wieder Vertrauen in die SPD gewinnen. Ein schmalspuriger CDU-Verschnitt mit sozialen Getue brauchen die Bürger nicht. Das macht sie nur wütend und sie wenden sich von der SPD weiter ab. Jedenfalls diejenigen, die ein gut funktionierendes Gemeinwesen dringend brauchen. Und das sind nach meiner Meinung die meisten Bürger in diesem Land. Die SPD muß sich weiter öffnen, sie muß im alltäglichen Leben sichtbar und transparent sein und den Charme einer Behörde ablegen. Denn es darf auch Spaß machen, in der SPD mitzuarbeiten. Wir müssen uns also Gedanken machen, wie wir Bürger zur politischen Arbeit locken bzw. gar als neue Mitglieder begrüßen können.

In neuem Glanz

Eine Webseite lebt von der Veränderung – nach zwei Jahren Webseitenpflege und bloggen mit dem Blogsystem WordPress, war es nun wieder einmal Zeit für eine größere Veränderung meiner Webseite.

WordPress ist zwar für den Einstieg ins bloggen und auch von der Funktionalität her sehr angenehm, jedoch habe ich gerne mehr Kontrolle über alle Konfigurations- und Darstellungsmöglichkeiten. Nach kurzer Suche landete ich bei dem CMS- und Blogsystem Drupal. Anfängliche Einstiegsproblem ließen sich recht schnell lösen und auch die Designfrage war schnell geregelt. Da Drupal es dem Anwender beim Import der Inhalte aus einem WordPress-System einfach macht, konnten alle Inhalte und Blogeinträge meiner Webseite vollständig übernommen werden.

Wie man sieht, hat sich die Arbeit der letzten knapp 3 Wochen gelohnt. Nun noch die nächsten Tage kleinere Anpassungen in einzelnen “Ecken” vornehmen. und ich kann mich wieder anderen “Baustellen” widmen 🙂

Geht’s noch?

Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Warum ich diesen Grundgesetzartikel zitiere? Ganz einfach: in den letzten Tagen haben sich einzelne LeserInnen bei mir gemeldet, ob ich einzelne Äußerungen in verschiedenen, auf dieser Webseite von mir veröffentlichten Artikeln, nicht entfernen möchte. Ich würde mit meinen Äußerungen einzelne Personen verleumden – in einem Fall wurde mir sogar unverblümt mit dem Anwalt gedroht! Geht’s noch?

Kann es sein, dass Meinungsfreiheit und Kritik in Deutschland nicht mehr erwünscht sind? Oder vertragen einzelne altgediente GenossInnen nur einfach keine Kritik an ihrer Person bzw. sind nicht bereit, Wahrheiten hören/lesen zu wollen?

Wenn dem so ist, muss ich mir ernsthaft Gedanken bzgl. meines politischen Engagements machen! Denn eins dürfte klar sein: von SozialdemokratInnen darf ich eine rückhaltlose Unterstützung der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit erwarten, solange keine anderen Personen verunglimpft, verleumdet oder gar beleidigt werden! Und wer genau hinschaut, wird in diesem Blog auch nichts dergleichen finden…

Fundstück zum Nachdenken

…heute auf der Webseite der Emmendinger Jusos gefunden – passend zu meiner heutigen emotionalen Stimmung, bedingt durch bestimmte Vorkommnisse der letzten 24 Stunden:

Kannst du dir eine Zukunft vorstellen, in der Menschen zusammen kämpfen anstatt gegeneinander?

In der wir alle die Zukunft gestalten ohne in der Vergangenheit stecken zu bleiben?

Wo siehst du deinen Platz in dieser Zukunft? Frag dich nicht, wann sich Dinge ändern…

Du allein bist die Zukunft! Stell dich der Herausforderung und denk dir deine Welt!

Du musst nur den Mut haben, Dinge zu verändern.. Und den Mut, deine eigenen Wege zu gehen…

…wer immer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine Spuren.

Geh deinen Weg! Schwierig? Ja! Unmöglich? Nein! Du bist nicht alleine.

Politikverdrossenheit

Es ist doch traurig, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich politisch engagieren und aktiv mitwirken. Beschweren und protestieren ist einfach, aber wirklich in der demokratischen Meinungsbildung über die Parteien mitzuwirken, das traut sich dann doch kaum noch jemand. Alle rennen vor der Verantwortung weg, alle schreien lieber laut, wenn irgendwas nicht so läuft, wie es ihnen passt. Weiterlesen

Nai hämmer gsait

Ein alter Satz aus den Zeiten des erfolgreichen Widerstands gegen das geplante Atomkraftwerk Wyhl lebt in Südbaden wieder auf – und in dialektischen Varianten in den restlichen Teilen der Republik.

Nai hämmer gsait: zu AKW-Laufzeitverlängerungen, der Kopfpauschale, dem sozial unausgewogenem Sparpaket, Stuttgart 21 – um nur einige aktuelle Projekte aus der politischen Realität Deutschlands zu nennen. Und immer wieder finden sich sogenannte Spitzenpolitiker, die offensichtlich über dem Willen einer Mehrheit stehen wollen. Die jeglichen Kontakt zur Basis bzw. dem Wähler und Bürger verloren haben. Sich teilweise sogar einbilden zu wissen, was der Bürger will oder für ihn gut sein soll. Weiterlesen

Volksabstimmungen

In den letzten Wochen gerade von der SPD verstärkt gefordert, in Deutschland leider noch zu selten praktiziert: Volksabstimmungen zu wichtigen Themen. Es wäre wirklich spannend, wenn Deutschland (als letztes Land Europas!) die Möglichkeit zu bundesweiten Volksabstimmungen schaffen/nutzen würde.

Die Meinung vieler unserer Politiker hierzu ist gespalten – obwohl in unserer Verfassung klar zum Ausdruck gebracht wird, dass alle Macht vom Volke ausgeht. Teilweise trauen Politiker uns – dem Volk – nicht zu, sachgerechte Entscheidungen zu treffen. Die korrekte und richtige Einordnung komplexer Zusammenhänge möchte man uns nicht anvertrauen. Das ist eine ausgemachte Frechheit – auch wenn wir primär in einer parlamentarischen Demokratie leben. Weiterlesen